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Menstruelle Migräne
Menstruelle Migräne
Unter einer menstruellen Migräne versteht man eine Migräneattacke, die ausschließlich oder fast ausschließlich während der Periodenblutung bzw. in einem Zeitfenster + / - 2 Tage um diesen Zeitraum herum auftritt. Diese Attacken zeichnen sich durch eine hohe Intensität, lange Dauer und intensive Begleiterscheinung aus. Ursächlich ist der plötzliche Abfall des Hormonspiegels der Östrogene verantwortlich.
Ein Teil der Frauen beschreibt auch Attacken während des Eisprungs (Ovulation). Manchmal ist es sinnvoll, die hormonelle Antikonzeption umzustellen, dies aber nur nach Rücksprache mit dem Gynäkologen. Ggf. kommt sogar die Applikation eines Intrauterin-Pessars (Spirale) infrage.
Es besteht die Möglichkeit einer Kurzzeitprophylaxe:
Hierbei werden zwei Tage vor zu erwartendem Kopfschmerz ein Pflaster mit Östrogenen (z. B. Estraderm TTS®) 100 µg geklebt und dieses Pflaster nach 2 ½ Tagen gewechselt und ein weiteres appliziert. Im Idealfall führt es zum Ausbleiben der menstruellen Migräne.
Im schlechteren Fall muss trotzdem ein Triptan zum Einsatz kommen, dies wird dann aber wahrscheinlich besser wirksam sein, schneller wirken und länger anhalten.